Suchbegriff: livius_condita
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1 - Des Abts du Bos Ausschweifung von den theatralischen Vorstellungen der Alten /

Hier ist endlich noch eine Stelle aus dem Livius, (*) welche allein hinlänglich genug beweisen könnte, daß die Alten die Declamation dertheatralischen Stücke componirt, in Noten geschrieben und mit einem Accompagnement vonBlasinstrumenten aufgeführt haben. Es hatdieser Geschichtschreiber in seinem siebenden Buche für gut befunden, eine kurze Betrachtung(*) Liv. Hist. lib. 7.du Bos,über den Ursprung und die Geschichte der Schauspielezu Rom einzuschalten. Nachdem er gemeldet, daßRom, in dem dreyhundert und neunzigsten Jahrenach seiner Erbauung, von der Pest heimgesuchtworden, und daß man zu Abwehrung derselben öffentliche Spiele angestellt habe, welche in Aufführungen theatralischer Stücke bestanden, sosetzt er hinzu: die Kunst dieser Aufführungen wardamals in Rom noch ganz neu, und man kannte daselbst weiter nichts als die Schauspiele desCircus. Man hatte daher die Schauspieler, die man damals auf unsrer Bühne sah, aus Hetrurien müssen kommen lassen; und diese spieltennach der Art ihres Landes; das ist, sie machten ihreGebehrden so ziemlich nach dem Takte der Blasinstrumente, und recitirten Verse, die aber nochkeine componirte Declamation hatten, nach welcher sie ihre ganze Action hätten einrichten müssen. Weil aber unsere jungen Leute an der Kunstder theatralischen Vorstellungen einen grossen Geschmack fanden, so ward sie in kurzem vollkommener. Anfangs hatte man nur Verse aus demStegreiffe recitirt; bald darauf aber, fährt Livnius fort, lernte man vollständige Stücke machen; und zu der Zeit des Dichters Andronicushatte man auch schon (*) die Recitation einigervon diesen Stücken abgemessen, und die Notenzur Bequemlichkeit der Flötenspieler darüber geschrieben, wornach sich denn die ganze Action(*) Im Jahre nach Erbauung der Stadt 514.von den theatr. Vorstell. der Alten.richten mußte. Cæterum sine carmine ullo, sine imitandorum carminum actu, ludionesex Etruria acciti, ad tibicinis modos saltantes, haud indecoros motus more Tusco dabant. Imitari deinde eos juventus, simul inconditisinter se jocularia fundentes versibus, cæpere; nec absoni a voce motus erant. — — Nomenhistrionibus inditum, qui non sicut ante Fescennino versu similem, incompositum temereac rudem alternis jaciebant, sed impletas modis satyras, descripto jam ad tibicinem cantu,motuque congruenti peragebant.


2 - Des Abts du Bos Ausschweifung von den theatralischen Vorstellungen der Alten /

Oft ward die Declamation verschiedner Scenen in dramatischen Stücken zwischenSchauspieler getheilt. Der eine mußte recitiren, und der andre mußte die Gebehrden machen. Wie hätten aber diese zwey Schauspieler mit einander übereintreffen können, wir hätten beydemit dem Accompagnement einerley Fall beobachten können, wenn die Declamation nicht abdu Bos,geredet gewesen wäre, so daß jeder genau gewußt, was sein Gefehrte zu thun habe, und inwie viel Zeit er es thun müsse? War dieses aberwohl ohne etwas geschriebnes möglich? Wirwollen zu den Beweisen schreiten. NachdemTitus Livius die Geschichte der ersten theatralischen Vorstellungen zu Rom beschrieben; nachdem, er von den ersten Progressen in diesen Vorstellungen dasjenige gesagt, was wir im vorhergehenden Abschnitte angeführt haben: so erzehlter, zur Fortsetzung der Geschichte der römischen Bühne, diejenige Begebenheit, welche zurTheilung der Declamation Anlaß gegeben, undsagt sogar die Gründe, warum dieser Gebrauch,als der beste beybehalten worden.


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