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1 - Lessings Übersetzungen /

Sohn von Chalid ibn al-Walid

2 - Lessings Übersetzungen /

Sohn von Abdarshaman und Enkel von Chalid ibn al-Walid

3 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Er hieß Khaled - ebn - Walid, (*) und warKhaledwird General der mahometanischen Armee. aus dem Stamme der Coreischiten, für welchen er lange Zeit die Waffen gegen den Mahomet geführt hatte. Er hatte so gar einen Flügel ihres Heeres in der berühmten Schlacht bey Ohod, wo die Völker des Propheten in die Flucht geschlagen wurden, commandiret. Kurz darauf hatte er seinen Stamm verlassen, und war ein Schüler des Mahomets geworden, dessen Lehren er hernach am allereyfrigsten mit vertheidigte. Er machte sich durch seine Tapferkeit und Einsicht in das Kriegswesen so fürchterlich, daß ihm Mahomet den Zunamen Saistallah, das ist, Degen Gottes beylegte.


4 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Khaled

5 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Khaled=ebn=Walid

6 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Dieses war der General, welchen MahometEr schlägt die griechische Armee. wider die Griechen ausschickte. Er erschien bloß an der Spitze von drey tausend Mann, und hatte gleichwohl die Kühnheit mit einer Armee zu schlagen, welche zwanzig tausend stark war. Das Treffen fiel bey Muta in Syrien vor.

(*) Ebn bedeutet so viel als Sohn, und folglich Khaled=ebn=Walid heißt Khaled ein Sohn des Walid.

Beyde Theile stiessen mit einer gleichen Wuth zusammen; die ungleiche Anzahl aber schien den Mahometanern anfangs verderblich zu seyn. Der größte Theil der Anführer wurde getödtet, und die Trupen, die ihren Muth sinken liessen, fingen an zu weichen, als Khaled die Religionsfahne ergriff, muthig an ihre Spitze trat und sie durch seine Worte und sein Beyspiel aufmunterte. Er ermahnte sie, sich mitten unter die Griechen zu werffen, um ihnen entweder den Sieg zn<zu> entreissen, oder die Martyrerkrone wenigstens zu erlangen.


7 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Dieses entweder oder, welches für Schwärmer gleich verführerisch ist, machte den Mahometanern Muth. Der tapfere Khaled warf sich am ersten unter die Feinde, worauf alle seine Völker mit einer solchen Wuth auf die Griechen loß stürzten, daß sie sogleich durchbrachen, alles über den Hauffen warffen, und ein grausames Gemetzle unter ihnen anfingen.


8 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Khaled kehrte als Sieger zu dem Mahomet nach Medina zurück; und da die Ehre eines so rühmlichen Feldzuges gröstentheils auf den Propheten fiel, so wollte er derselben in dem Angesichte seiner heimlichen Feinde, die er zu Mecca hatte, geniessen. Er begab sich also mit einer unzählbaren Menge Muselmänner in diese Stadt, und verrichtete mit ihnen seine erste Wallfahrt nach der Caabah.


9 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Der prächtige Aufzug des Mahomet bey seiDie vornehmsten Coreischitennehmen die Religion des Mahometsan.ner Reise nach Mecca, und die abergläubische Sorgfalt, mit welcher er die Caabah besucht hatte, machte bey den Einwohnern der Stadt, und besonders bey den Coreischiten, einen so starcken Eindruck, daß eine grosse Anzahl der=

(*) Dieser Stein lieget in einem Winkel der Caabah, und er heißt auf Arabisch Hagiar=alasuad. Es ist ohne Zweifel ein Götze der alten Araber gewesen, dessen Verehrung Mahomet beyzubehalten für dienlich hielt, so wie er verschiedne andre Ceremonien beybehielt, die vor ihm in dem Tempel zu Mecca gebräuchlich waren.

selben sich zu ihm nach Medina begaben, seine Religion anzunehmen, und unter ihm zu streiten. Was ihm bey dieser Gelegenheit am meisten schmeichelte, war dieses, daß er unter der Zahl seiner neuen Anhänger die Vornehmsten des Stammes sahe, der ihm am meisten zuwider gewesen war. Ausser dem tapfern Khaled, der schon seit einiger Zeit zu ihm getreten war, sahe er auch den Amru - ebn - al - As, einen berühmten Heerführer, und den Othmanebn - Telhah, einen vornehmen Mann, welcher damals die Aufsicht über die Caabah hatte, ankommen. Ich werde Gelegenheit haben, beyder mit mehrern zu gedencken, wenn ich die Geschichte der ersten Califen beschreiben werde.


10 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Diese Nachricht machte alles in der StadtMaaßregeln, die man wider die Aufrührer nimmt. unruhig Die erschrocknen Einwohner glaubten den Feind schon an ihren Thoren zu sehen, und waren in der größten Bestürzung. Abubeker stellte so gleich seine Befehle aus, und brachte in aller Eil Trupen auf die Beine. Weil Abubeker. Hegire 11. n. C. G. 632.man aber befürchtete, daß der Feind während diesen Anstalten, sich die Gelegenheit zu Nutze machen und einen Ueberfall wagen möchte; so ließ der Calife die Weiber, Kinder und Alten; kurtz alle, welche nicht im Stande waren, die Waffen zu führen, in Sicherheit bringen. Als diese Maaßregeln genommen waren, und die Trupen sich fertig befanden, übergab Abubeker die Anführung derselben dem Khaled, einem berühmten Krieger, welcher schon unter dem Mahomet mit Ehren gedienet hatte.


11 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Khaled bestätigte bey dieser Gelegenheit den Ruhm, den er sich zu Lebzeiten des Propheten erworben hatte; er ging kühn, bloß an der Spitze von fünftausend Mann, dem Feinde entgegen, und trug einen vollkommnen Sieg davon. Man tödtete eine grosse Anzahl, und eine ziemliche Menge machte man zu Gefangnen, unter welchen sich fast alle vornehme Officiers befanden, wovon das Haupt des Aufruhrs, Malekebn - Novairah, der vornehmste war.


12 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Malek war unter den Arabern eine angesehene Person. Er verband mit einer hohen Geburth eine nicht gemeine Tapferkeit, und hatte sich übrigens bey seinem Volke durch eine bewundernswürdige Gabe zur Poesie hervorgethan. Der Calife, welcher eine besondre Hochachtung für diesen Heerführer hatte, wollte es anfangs versuchen, ihn im guten wieder zum Gehorsam zu bringen; und weil man Grund zu muthmassen hatte, daß er mehr die WaffenAbubeker. Hegire 11. n. C. G. 632. ergriffen, um sich zum Haupte einer Parthey zu machen, als um sich der Religion des Mahomets zu entschlagen, so trug er dem Khaled auf, sich mit dem Malek zu unterreden, und seine Gesinnungen in Ansehung der Lehre desPropheten zu untersuchen.


13 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Malek und Khaled unterreden sich.

14 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Malek verstellte gleich anfangs seine Den Malek und Khaled unterreden sich.kungsart in Ansehung der Religion nicht, und erklärte, er glaube, daß das Gebet seiner Anhänger eben so gut, und Gott eben so angenehm sey, als das Gebet der Muselmänner, welche den Zegat bezahlen. (Dieses war eine Auflage, die nach dem Gesetze des Mahomets befohlen war.)Khaled antwortete ihm, daß das Gebet von den Almosen müsse begleitet werden, und daß es weder den Zehnden, noch andre Auflagen, die dazu bestimmt wären, erlassen könnte. Und dieses, antwortete Malek, sagt und verlangt euer Herr? Auf dieses Wort, welches nur allzuwohl zu verstehen gab, daß sich der Gefangne für keinen Unterthanen des Califen halte, erwiederte Khaled wüthend:Wie? ist mein Herr nicht auch der deinige? und, ohne ihm Zeit zur Antwort zu lassen, drohte er ihm den Tod. Malek aber ließ sich dadurch nicht irre machen, und sagte ganz ruhig: Ist das der Befehl, den euch euer Herr gegeben hat? Khaled kam hierauf ganz ausser sich, und sagte bloß: Was? immer eben dieselbe Verachtung gegen den Abubeker. Hegire 11. n. C. G. 632.Regenten? und sogleich befahl er seinen Leuten ihn zu greiffen und zu tödten.


15 - Des Abts von Marigny Geschichte der Araber unter der Regierung der Califen /

Malek verstellte gleich anfangs seine Den Malek und Khaled unterreden sich.kungsart in Ansehung der Religion nicht, und erklärte, er glaube, daß das Gebet seiner Anhänger eben so gut, und Gott eben so angenehm sey, als das Gebet der Muselmänner, welche den Zegat bezahlen. (Dieses war eine Auflage, die nach dem Gesetze des Mahomets befohlen war.)Khaled antwortete ihm, daß das Gebet von den Almosen müsse begleitet werden, und daß es weder den Zehnden, noch andre Auflagen, die dazu bestimmt wären, erlassen könnte. Und dieses, antwortete Malek, sagt und verlangt euer Herr? Auf dieses Wort, welches nur allzuwohl zu verstehen gab, daß sich der Gefangne für keinen Unterthanen des Califen halte, erwiederte Khaled wüthend:Wie? ist mein Herr nicht auch der deinige? und, ohne ihm Zeit zur Antwort zu lassen, drohte er ihm den Tod. Malek aber ließ sich dadurch nicht irre machen, und sagte ganz ruhig: Ist das der Befehl, den euch euer Herr gegeben hat? Khaled kam hierauf ganz ausser sich, und sagte bloß: Was? immer eben dieselbe Verachtung gegen den Abubeker. Hegire 11. n. C. G. 632.Regenten? und sogleich befahl er seinen Leuten ihn zu greiffen und zu tödten.