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Il semble que dès que scipion paroit sur la scéne, la gloire de tous les autres Généraux Romains commence à s'éclipser. Celle de Fabius se soutenoit néanmoins encore, & la prise de Tarente, quoique plutôt l'effet de la ruse que de la force, ne laissoit pas de lui faire honneur. Mais la réputation de Fulvius tomboit entiérement, & Marcellus étoit même en mauvais renom depuis qu'il avoit été battu par les Carthaginois; outre qu'on étoit mécontent de ce qu'il avoit mis ses troupes à couvert dans Vénouse sans attendre la fin de la campagne, pendant qu'Annibal marchoit la tête levée dans toute une grande partie de l'Italie. C. Publicius Bibulus, Tribun du Peu- Q. Fabius, Q. Fulvius, Cons.An. R. 543.Av. J. C.209.ple, étoit son ennemi déclaré. En criant continuellement contre lui dans toutes les Assemblées depuis la journée où il avoit été maltraité par Annibal, il l'avoit déja décrié dans l'esprit de la populace; & l'on ne parloit pas moins que de le dépouiller de son autorité, lorsque ses amis obtinrent qu'il laissât un de ses Lieutenans à Vénouse pour y commander en sa place, pendant qu'il viendroit à Rome pour se justifier des accusations que l'on formoit contre lui pendant son absence.


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Le Jugement ne fut pas douteux. Non seulement la proposition que faisoit le Tribun d'ôter le commandement à Marcellus fut rejettée, mais dès le lendemain toutes les Centuries le créérent Consul d'un commun consentement. On ne peut s'empêcher de sentir une indignation secrette contre la licence effrenée du Tribun, qui oblige un aussi grand homme que Marcellus à comparoître devant le Peuple comme accusé, & à venir rendre compte de ses actions. Mais c'est cette licence, toute vicieuse & blâmable qu'elle étoit, qui a conservé longtems dans Rome la liberté qu'on pouvoit appeller l'ame de la République, en contenant les Généraux & les Magis- Marcel. et Crispin. Cons.An. R. 543.Av. J. C.209.trats dans le devoir par une juste subordination, & par une entiére dépendance de l'autorité du Peuple & de l'empire des Loix.


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So bald Scipio sich auf dem Schauplad. 543. J. n. R. E. d. 209. J. v. C. G.tze zeigte, so schien es, als ob der Ruhm aller übrigen Römischen Generaleverschwände. Nur Fabius erhielt sich noch,und die Einnahme von Tarent, ob sie gleichmehr der List als der Tapferkeit zuzuschreiben war, brachte ihm nicht wenig Ehre. Hingegen fiel des Fulvius Ansehen gänzlich, und selbst Marcellus war in übeln Ruffe, seit dem er von den Carthaginensern war geschlagen worden. Uebrigens war manauch sehr übel zufrieden, daß er seine Trupen nach Venusia in Sicherheit gebrachthatte, ohne das Ende des Feldzuges zu erwarten, da Hannibal gleichwohl in einem grossen Theile Jtaliens den Meister spielte. C. Publicius Bibulus, Tribun des Volks, war sein geschworner Feind. Jndem er in allen Versammlungen, seit dem ihm Han nibal so übel mitgefahren war, wider ihn eyferte, so hatte er ihn bey dem Volke inschlechte Gunst gesetzt, und die Entsetzung 66 Q. F. Maximus, u. Q. F. Flaccus, Cons.d. 543. J. n. R. E. d. 209. J. v. C. G. seiner Würde war das wenigste, was manihm drohete. Unterdessen erhielten seineFreunde, daß er einem von seinen Legaten das Commando in Venusia überlassen und nach Rom kommen konnte, sich gegen dieKlagen, welche man in seiner Abwesenheitwider ihn führte, zu vertheidigen.


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Die Sache des Marcellus ward in dem Flaminischen Kampfplatze, in Gegenwart einer grossen Menge Volks, und aller Stän de der Republick, vorgenommen. Der Tri bun des Volks griff nicht nur den Marcellus, sondern den ganzen Adel an. Er warf ihnen vor, „ihre List und ihr Zaudern wäre Schuld, daß Hannibal nun schon seit zehn Jahren in Jtalien wäre, und gleichsam Besitz davon genommen hätte, indem er sich in Carthago selbst niemals so lange aufgehalten habe. Das Römische Volkhätte dem Marcellus das Commando verlängert, es sey aber sehr schlecht dafür belohnet worden. Seine Armee wäre zweymal von dem Feinde geschlagen, und mache sich den gantzen Sommer über hinter den Mauern von Venusia gute Tage.“ Marcellus antwortete kurz und edel. Er begnüg und was sich unter ihnen zugetragen. 67te sich seine vornehmsten Thaten bescheidend. 543. J. n. R. E. d. 209. J. v. C. G.zu erzehlen, und diese blosse Erzehlung war, ohne andre Betrachtungen und Beweise, eine völlige Schutzrede für ihn. Allein die ersten und angesehensten Bürger nahmen öffentlich seine Vertheidigung über sich, und redeten mit vieler Stärcke und Freyheit zu seinem Vortheile. Sie ermahnten das Volk, es möchte nicht schlimmer als sein Feind, von dem Marcellus urtheilen, indem es den der Feigheit beschuldigte, welchem Hannibal unter allen Generalen am meisten auswiche, und mit dem er das Treffen gleich eyfrig ausschlüge, als er es mit allen andern gesucht habe.


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Das Urtheil fiel nicht zweiffelhafft aus. Der Vorschlag, welchen der Tribun that, dem Marcellus das Commando zu nehmen, ward nicht allein verworffen, sondern den Morgen drauf erwählten ihn so gar alle Centurien einmüthig zum Consul. Man muß nothwendig einen heimlichen Widerwillen gegen die ungezäumteFreyheit der Tribunen empfinden, welche einen so grossen Mann, als Marcellus war,vor dem Volke als ein Beklagter zu erscheinen, und von seinen Thaten Rechenschafft abzulegen nöthiget. Allein eben diese Frechheit, so lasterhafft und strafbar sie war, ist es, welche die Freyheit Roms so lange erhalten hat, und welche man die Seele der Republic nennen konnte, indem sie die Feldherrenund obrigkeitlichen Personen durch eine gerechte Unterwerfung und gänzliche Abhan 68 M. C. Marcellus, u. T. Q. Crispinus, Cons.gung von dem Ansehen des Volks und der Macht der Gesetze, in ihrer Pflicht erhielt.